„Wird Fürth den Klotz los?“ Unter dieser Überschrift stand dieser Tage ein Artikel in den Fürther Nachrichten (siehe auch „Aus den Medien“) über die aktuelle Diskussion um die Aufnahme des „Woolworth“-Gebäudes an der Ecke Max-/Schwabacher Straße in die bayerische Denkmalliste. Ich möchte an dieser Stelle meine Haltung dazu erläutern und vielleicht auch etwas zur Versachlichung der Debatte beitragen. Seit geraumer Zeit befasst sich die Denkmalpflege mit dem Begriff „nachwachsende Denkmäler“. Damit soll zum Ausdruck kommen, dass der Schutz historischer Gebäude nicht mit Bauten aus dem Mittelalter oder der Gründerzeit aufhört, sondern dass jede Zeit, jede Epoche schützenswerte Kulturgüter hat. In der Malerei, der bildenden Kunst oder in der Musik ist es ganz normal, Zeitgenössisches neben Traditionellem zu fördern und auch für die nächste Generation zu bewahren. Das gilt für die Architektur der Nachkriegszeit genauso. Auch in den 1950er Jahren haben sich namhafte Architekten Gedanken über die städtebauliche Entwicklung gemacht, haben ihre Ideen und Vorstellungen zu einer modernen Bauweise eingebracht. Natürlich sind in dieser Zeit, in der möglichst rasch, kostengünstig und praktisch neuer Wohn- und Lebensraum geschaffen werden musste, auch Bauten entstanden, über deren Erhalt man diskutieren kann. Doch bei der „Bilka“, die erst Ende der 1980er Jahre vom „Woolworth“ als Kaufhaus-Betreiber abgelöst wurde, sieht das doch etwas anders aus. Weiterlesen
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Kopflos: Rettungsaktion für Kunstmann-Plastik im Stadtpark – Neues dazu
Nicht zum ersten Mal haben unbekannte Täter Hand an die Märchen-Figurengruppe der Fürther Künstlerin Gudrun Kunstmann im Fürther Stadtpark gelegt. Diesmal wurde ausgerechnet der Kopf der Königstochter aus dem „Froschkönig“ der Gebrüder Grimm abgeschlagen – die Terracotta-Figur des Mädchens, zu deren Füßen der Frosch sitzt, steht seit einiger Zeit kopflos am Rande des Spielplatzes neben der Minigolf-Anlage im Stadtpark.
Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz versucht, zusammen mit der Künstlerin Meide Büdel, eine Rettungsaktion für die zerstörte Figur zu starten. Die Bildhauerin Büdel sondiert in ihrem Künstler-Netzwerk, ob es möglich ist, den abgeschlagenen Kopf der Königstochter zu rekonstruieren.
Dies ist mittlerweile durch einen Fürther Bildhauer, der dankenswerterweise vom Grünflächenamt beauftragt wurde, geschehen. Nun geht es um den Aufstellungsort.
Die Stadtheimatpfleger sind sich einig, dass die Märchengruppe zum Stadtpark und seinem für die 1950er Jahre typischen Erscheinungsbild gehört. Deshalb sollte die Froschprinzessin auch an ihrem angestammten Platz wieder aufgestellt werden. Planungen, die Figur in einem von Vandalismus geschützten Areal zu platzieren, lehnen sie ab. Das hat Karin Jungkunz auch dem Stadtrat gegenüber deutlich gemacht.

