Das schreibt uns Oberbürgermeister Dr. Jung

Herzlich möchte ich für Ihr großartiges Werk der Geschichte der Fürther Südstadt danken.

Ich konnte es jetzt vollständig durchlesen und habe unendlich viel Neues durch Bilder und Text erfahren dürfen. Mir war die Südstadt schon vertraut aus Kindeszeiten, da in der Schwabacher Str. 138 meine Großeltern lebten. Immer wieder begegneten mir im politischen Leben auch Menschen, die sich sehr bewusst als „Südstädter“ vorstellten, nicht etwa als Fürther oder aus einem Vorort kommend. Das hat mich schon früh gelehrt, dass hier Menschen mit eigenem Stolz, eigener Geschichte und eigenem Bewusstsein leben. Das vielfältige Zusammenspiel von Kirchen, Kunst, Kulturgeschichte, Braukunst mit Gastronomie, Gewerbe und öffentlichen Raum, wird in dem Werk eindrucksvoll geschildert. Die Abrundung durch Weikershof und die Straßennamen der Südstadt, sowie die infra-Unternehmensgruppe ist ebenfalls hervorragend gelungen. Die Bedeutung des Sports und der Filmtheater ist zwar teilweise Geschichte, teilweise aber immer noch prägende Präsenz.

Ich danke auch für die Darstellung der neueren Entwicklungsmöglichkeiten, nach dem Wegfall der über ein Jahrhundert prägenden Kasernensituation. Dieses Kapitel der Südstadtentwicklung durfte ich aktiv miterleben und gestalten und ist deshalb für mich persönlich von besonderem Interesse.

Alles in allem haben wir jetzt für das Jubiläum, im Vorgriff auf das Jubiläumsjahr, ein Buch über Fürths bedeutensten, größten und damit auch wichtigsten, vielleicht sogar zukunftsfähigsten Stadtteil.

 

Herzlichen Dank für die Mühe, das Können und den Fleiß für dieses Meisterwerk.

Ihr

Dr. Thomas Jung

„Auf in den Süden!“

13 Autoren befassten sich mit der Fürther Südstadt – Ergebnis ist das Buch „Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt“. Auf 244 Seiten geht es um Industrialisierung, Wirtshäuser, Amis und natürlich um die Geschichten der Fürthrinnen und Fürther aus der Südstadt. Zeitzeugenberichte, historische Aufnahmen sowie moderne Impressionen untermalen die Berichte der einzelnen Autoren über den bevölkerungsreichsten Stadtteil Fürths. 

Zum Bericht der FN über die Präsentation des Buches geht es hier:

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/einblicke-in-den-dynamischen-suden-von-furth-1.6693981

„Auf in den Süden! Geschichte der Fürther Südstadt“ (25€), ab sofort im Buchhandel, in der Geschäftsstelle der Fürther Nachrichten sowie im Onlineshop der Nürnberger                                                                                  Nachrichten erhältlich.

Central-Garage wird von Denkmalliste gestrichen

Im Artikel über den Verlust der Denkmaleigenschaft der Central-Garage hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Bei den Milchhäusern war nicht das an der Adenaueranlage gemeint, sondern angesprochen wurden generell alle Milchhäusle, die noch in den Außenorten stehen, zum Beispiel in Atzenhof oder Ritzmannshof. Daher wurde beim Landesamt für Denkmalpflege extra einen Arbeitskreis gebildet, der vorschlagen soll, wie man mit diesen historischen Relikten umgeht. Siehe auch: http://www.fuerther-freiheit.info/2010/07/22/rettet-die-milchhaeuser/

Zum Artikel der FN vom 25.07. geht es hier: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/central-garage-wird-von-denkmalliste-gestrichen-1.6407767

„Rauchzeichen eines Bau­denk­mals“

Ein Beitrag in der „Fürther Freiheit“ befasst sich mit dem Anwesen Schwabacher Straße 53, der sogenannten „Pechhüttn“: http://www.fuerther-freiheit.info/2017/07/13/rauchzeichen-eines-baudenkmals-der-skandaloese-verfall-des-aeltesten-hauses-der-suedstadt/

Wie mit dem vom Verfall gezeichneten Baudenkmal, welches Schauplatz eines Kapitalverbrechens war sowie bei einem Brand beschädigt wurde, weiter verfahren werden soll ist noch unsicher.

Auch auf dieser Seite finden Sie unter der Rubrik „Häuser erzählen Geschichten“ einen Artikel zur Pechhüttn.

Extrablatt: Kunst am Bau

Daran kann sich so mancher Bauträger ein Beispiel nehmen: Dass dem Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach eG, Roland Breun, die Kunst am Bau am Herzen liegt, hat er schon öfter demonstriert. Nun ist dazu ein sehr ansprechendes Extrablatt für die Mitglieder erschienen, in dem die vielfältigen Initiativen der Genossenschaft in diesem Bereich aufgeführt sind.
Siehe: Extrablatt
Die Stadtheimatpfleger freuen sich sehr über diese freiwilligen Initiativen und würden sich wünschen, dass sich auch andere Bauträger verstärkter dem Thema Kunst am Bau annehmen.
Dank an Herrn Breun und seine Mitstreiter!

Kunst oder Klotz? Zur Erweiterung des Jüdischen Museums Fürth

Der Erweiterungsbau des JMF lässt sich neuerdings frei von Baugerüsten betrachten – die Fürther Nachrichten haben mehrere Fürtherinnen und Fürther nach ihrer Meinung über die „Schuhschachtel“ befragt.

Zum Artikel vom 08.07.2017 geht es hier: http://www.nordbayern.de/region/fuerth/judisches-museum-ist-der-anbau-nun-kunst-oder-klotz-1.6323897?searched=true

Stadtbezirke und ihre Benennung

Nach der Bayerischen Gemeindeordnung (Art. 69 Abs. 1 GO) ist es für die Großstädte eine Pflicht, ihr Gebiet  in Stadtteile einzuteilen. Dabei sind die geschichtlichen Zusammenhänge und Namen sowie die Besonderheiten der Bevölkerungs- und Wirtschaftsverhältnisse zu beachten.

Diese Pflichtaufgabe des eigenen Wirkungskreises liegt nicht im Belieben der Stadt. Aus Gründen der Rechtsklarheit und Eindeutigkeit empfiehlt es sich, die Stadtbezirksgrenzen sowohl verbal zu beschreiben, als auch auf Pläne – ggf. als Anlage zur Satzung aufzunehmen- zu verweisen (laut Kommentar Bauer/Böhle/Ecker zu den Bayerischen Kommunalgesetzen).

Diesen Vorgaben kommt die Stadt Fürth nicht nach. Sie hat 1996 im Stadtratsbeschluss vom 24.04.1996 zur Neugliederung des Stadtgebietes lediglich die drei Stadtbezirke  Nord-Ost, West und Süd festgelegt und kurz beschrieben. Im Plan des Statistischen Amtes sind innerhalb der drei Bezirke ohne eine Abgrenzung nur teilweise beschrieben. So z. B. im Stadtbezirk „Süd“ ab Altstadt und Innenstadt ist in östlicher Richtung nur vermerkt „Stadtpark/Stadtgrenze“. Die natürliche Abgrenzung zur „Südstadt“ durch die Bahnlinie fehlt im Plan. Außerdem fehlt bei „West“ der Stadtteil „Hard“. In der Beschreibung wurde unzutreffender Weise erläutert, dass oberhalb der Billinganlage und Scherbsgraben beginne gleich die „Hardhöhe“.

Dieser Stadtteil-Name ist nie amtlich beschlossen worden. Nach dem Votum der Bewohner „Flughafensiedlung“ für „Hardhöhe“ in einer Bürgerversammlung am 29.1.1965 hat der Stadtrat dies nur zur Kenntnis genommen und „als nichtamtliche Bezeichnung“ erklärt. Der damalige Rechts- und Ordnungsreferent Dr. Zottmann begründete dies als nicht nötig (lt. Zeitungsbericht).

Die Folge: In den amtlichen Bekanntmachungen über die Einladung zu den drei Bürgerversammlungen jährlich finden sich immer wieder Ungereimtheiten.  So wird „Hard“ weggelassen, der Stadtteil „Schwand“ ebenfalls. Die Zeitung zählt diesen Stadtteil gar zu „Eigenes Heim“. Da gibt es dann lustige Meldungen; z.B. dass es im Eigenen Heim gebrannt habe. Tatsächlich war es in der Straße Am Kellerberg, was am Beginn der Schwand, Nähe Nottelberg, liegt. Die beiden Kirchen am Beginn der Schwand werden in den kirchlichen Nachrichten auch zu „Eigenes Heim“ gezählt. Auch die Klinikumskapelle, obwohl ja das Klinikum auf der Mittleren Schwand errichtet wurde und das Wohngebiet der Baugenossenschaft Eigenes Heim erst dahinter liegt. In Bekanntmachungen der Stadt zu Abfuhren, z. B. ausgediente Weihnachtsbäume im Januar, wird immer wieder der Sammelplatz am „Eichenwäldchen“ an der Stiftungsstraße zur Hardhöhe gerechnet, obwohl das „Achalaswäldla“ schon immer auf der Hard liegt.

Im Vortrag bei der VHS/Vobü am 8. Mai über die Stadtteile ohne Namen bzw. die Verwirrungen sind vorstehende Problematiken aufgezeigt worden. Die Fürther Nachrichten kündigten den Vortrag am 4.5.17 am. In der Diskussion, unterstützt mit alten Plänen und Bildern, wurde durchaus gewürdigt, dass letztes Jahr das Stadtarchiv und das Stadtplanungsamt eine Neuordnung der Stadtteile und ihrer Namen konzipiert und publiziert haben. Auch die Zeitung hatte zu Vorschlägen aufgerufen.

Die Vorschläge zum Gebiet östlich der Innenstadt bis hin zur Stadtgrenze mit „Am Stadtpark“ zu benennen, wurde als weniger geeignet befunden. Stattdessen wurde „Innenstadt-Ost“ favorisiert, weil es dort mal den Bahnhof Fürth-Ost der Ludwigseisenbahn und der Straßenbahn gab. Die Gebiete entlang der früheren Bahntrasse zwischen Königswarter- und Hornschuchpromenade sowie südlich der Gebhardtstraße werden städtebaulich neu gestaltet. Ein offizieller Name für diesen Stadtteil wäre also hilfreich. Gleiches gilt für den Stadtteil entlang der Erlanger Straße nach der Ludwigsbrücke. Die Bezeichnung „Am Uhrenhäuschen“ im Kreuzungsbereich der Poppenreuther-/Erlanger Straße kommt nicht besonders an. Besser wäre es, an den historischen Namen für das dortige Gebiet „Am Prater“ anzuknüpfen. Nahe der Kreuzung Poppenreuther Straße/Erlanger Straße gibt es ja den Weg mit Schild „Am Prater“ und weiter oben gibt es das Restaurant „Am Prater.

Primär geht es darum, die Bemühungen von Stadtplanungsamt und Stadtarchiv fortzuführen und das Thema mal in einer Stadtratssitzung zu behandeln. Die Zuständigkeit des Stadtrats ist nämlich wie eingangs geschildert gegeben, endlich einmal für eine verbindliche Regelung im Sinne der Gemeindeordnung zu sorgen. Die Bekanntmachung im Internet vom 1. Juni 2016 ließ ja hoffnungsvoll werden, jetzt geht aber wieder nicht mehr voran und die Verwirrung dauert an.

Peter Frank, Berlinstraße 43, 90766 Fürth
Mai 2017