Alte Fürther Bausubstanz erfordert viel Zuwendung

Geplante Neugestaltungen in der Fürther Innenstadt stehen vor Herausforderungen, eröffnen aber auch neue Möglichkeiten.

„Die historische Bausubstanz der Stadt ist eine permanente Herausforderung für Hausbesitzer. Denn nur, wenn es gepflegt und immer wieder renoviert wird, kann das alte Gemäuer der „Denkmalstadt“ Ehre einlegen. Zwei Beispiele führen das vor Augen.“

Hier geht es zum Artikel der FN vom 05.12.2016:

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/alte-further-bausubstanz-erfordert-viel-zuwendung-1.5664513

Bahn frei: Fürther Lokschuppen wird gerettet

Langjährige Arbeit zahlt sich nun aus: ein historischer Lokschuppen an der Fürther Stadtgrenze soll erhalten und für neue Nutzung saniert werden.

„Ein langer Streitfall nimmt ein gutes Ende. P&P hat zugesagt, den historischen Lokschuppen an der Stadtgrenze zu erhalten. Firmenchef Michael Peter will die Sanierung gewissermaßen aus der Privatschatulle bezahlen.“

Zum Artikel vom 14.11.16 in der FN geht es hier:

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/bahn-frei-further-lokschuppen-wird-gerettet-1.5614890?searched=true

 

Historischer Lokschuppen ist gerettet

Was unsere Vorgänger mit Vehemenz und Hartnäckigkeit über viele Jahre gefordert haben, wird nun Realität:

Dank des privaten Einsatzes von Michael Peter (P&P Gruppe), wird der historische Lokschuppen auf dem Gelände zwischen den U-bahn Stationen Jakobinenstraße und Stadtgrenze demnächst gesichert und saniert. Damit ist das Ende in einem seit Jahren dauernden Rechtsstreit zwischen der Bahn-Tochter Aurelis und der Stadt Fürth um den Erhalt dieses Denkmals in Sicht.

Der Lokschuppen ist das älteste Baudenkmal der Fürther Eisenbahngeschichte und vermutlich der älteste noch erhaltene Lokschuppen Deutschlands. (Mehr zur Geschichte siehe http://fuerthwiki.de/wiki/index.php/Lokschuppen_von_1860).

Wir freuen uns sehr, dass der „Eisenbahnstadt Fürth“ damit ein weiteres Kleinod erhalten bleibt, das man künftig nicht ohne Stolz den Fürthern und ihren Gästen präsentieren kann.

Die Stadtheimatpflege dankt Herrn Peter für seine Bereitschaft, die Gebäude wieder mit Leben zu füllen. Wir sind schon gespannt, wie die künftige Nutzung aussehen wird.

„Fabelhaftes Fürth“ in der Süddeutschen Zeitung

Ein Artikel der Süddeutschen Zeitung beschäftigte sich mit dem bundesweit einzigartigen architektonischen Erbe Fürths, den Problemen des Tourismus und Stadtmarketings in Fürth und der Einstellung der Fürtherinnen und Fürther zu ihrer Kleeblattstadt. Mit positiven Ergebnis.

„Unter den bescheidenen Franken sind die Fürther die bescheidensten. Deswegen weiß kaum einer, dass ihre Stadt 2000 Baudenkmäler zählt. Tatsächlich strahlt dort die Belle Époque wie nirgendwo in Bayern.“

Zum Artikel vom 04.11.2016 in der SZ geht es hier:

http://www.sueddeutsche.de/bayern/architektur-fabelhaftes-fuerth-1.3234835

Fassadenkunst: Haus am Espan wird zum Hingucker

Im Rahmen einer energetischen Sanierung von mehreren Wohnungen der Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach eG wird ein Haus in der Georgenstraße mit einer Fassadenmalerei der Fürther Kulturförderpreisträgerin Sascha Banck verziert werden.

Hier geht es zum Artikel der Fürther Nachrichten vom 04.11.2016:

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/fassadenkunst-haus-am-espan-wird-zum-hingucker-1.5596330

 

„3 Fragen an: Fürther Stadtführerin“ – Stadtheimatpflege auf YouTube

Im Rahmen seines Reiseblogs führte der „Deutschlandjäger“ auch ein kurzes Interview mit der Fürther Stadtheimatpflegerin und Stadtführerin Karin Jungkunz.

Link: https://www.youtube.com/watch?v=RP6sm4wVE0c

Beschreibung: Karin Jungkunz macht Stadtführungen in Fürth und ist zugleich eine sogenannte Stadtheimatpflegerin. Das heißt, sie kümmert sich um die Erhaltung und Gestaltung von Denkmälern. Da ist sie in Fürth genau richtig: immerhin hat die Stadt mit 2000 Denkmälern die höchste Dichte in Bayern. Viele sind als Sehenswürdigkeiten zu besichtigen, auch wenn sie bei einer Städtereise nicht gleich zu entdecken sind.

Neues Fassadenkunstwerk in Fürth

Kunst am Bau erfährt in Fürth eine geringe Wertschätzung. Bei Gebäudesanierungen werden künstlerische Akzente oft entfernt oder hinter Dämmplatten verbaut. Für Neubauten sind schlichte Formen mit nüchternen Fassaden angesagt. Gegen diesen Trend hat sich die Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach eG entschieden. Im Rahmen der energetischen Modernisierung von 21 Wohnungen in der Georgenstraße wird eine Fassadenmalerei am Giebel angebracht. „Als Genossenschaft mit fast 100-jähriger Geschichte in Fürth verfügen wir in unserem historischen Althausbestand über einige Kunstwerke aus der Vergangenheit. Jedoch  war es an der Zeit, einen neuen Blickfang in zeitgenössischer Kunstform zu schaffen“ berichtet das geschäftsführende Vorstandsmitglied Roland Breun. Als Kuratorin organsierte die Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz einen kleinen Kunstwettbewerb. Siegerin hauskunstwurde die freischaffende Künstlerin Sascha Banck aus Fürth. Sie überzeugte die Jury mit einem durchdachten Konzept und der Eignung des Entwurfs für die ortsspezifischen Gegebenheiten. Bäume in abstrakter Form und in kraftvollen Farben werden haushoch aufgemalt und eine Schar fliegender Gänse dreidimensional angebracht. „Die Zugvögel stehen symbolisch für die Wanderbewegungen der Menschen“ so Banck „über 38 % der Fürtherinnen und Fürther haben einen Migrationshintergrund und kommen aus 139 Nationen. Viele haben in der Kriegerheimsiedlung ihr neues Zuhause gefunden“. Frau Jungkunz erinnerte an die Bedeutung von Kunstwerken im öffentlichen Raum: „Kreative Wandbemalungen geben einem Hausensemble besonderen Charme und bereichern die Stadtentwicklung. Es sind die Einzelheiten, die städtebauliche Qualität ausmachen und die Menschen mit ihrer Heimat verbindet. Leider gibt es in Fürth hierfür zu wenig Verständnis und Engagement für künstlerische Schmuckstücke. Ich hoffe jedoch auf Nachahmer.

v.l.n.r. Roland Breun, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach, Sascha Bank Fürther Künstlerin mit ihrem Siegerentwurf, Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz, die Kuratorin des Kunstwettbewerbs, Genossenschaftsvorstand Gerhard Blank

v.l.n.r.:
Roland Breun, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Fürth-Oberasbach,
Sascha Bank Fürther Künstlerin mit ihrem Siegerentwurf,
Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz, die Kuratorin des Kunstwettbewerbs,
Genossenschaftsvorstand Gerhard Blank

 

Schliemann-Umzug zur Wolfsgrubermühle

Jetzt geht also die Diskussion um die Frage Neubau oder Erweiterung des Schliemann-Gymnasiums in die nächste Runde.
Links zu den Artikeln der FN vom 11.10. und 13.10.16: 

http://www.nordbayern.de/region/fuerth/veto-gegen-den-schliemann-umzug-1.5550731?searched=true

Wir Stadtheimatpfleger haben uns bereits im Februar den Fürther Nachrichten gegenüber deutlich geäußert:

Zwischen vollständigem Erhalt und Entkernung gibt es etliche Zwischenstufen, findet Stadtheimatpflegerin Karin Jungkunz und rät, dies im Auge zu behalten. Aus ihrer Irritation macht sie auf Nachfrage kein Hehl, „sehr erstaunt“ sei sie über die Umzugspläne. In der ganzen Republik gebe es doch „viele historische Gebäude, die beweisen, dass eine sinnvolle Nutzung möglich ist“. Jungkunz ist deshalb zuversichtlich: „Man kann Kompromisse finden, einen gesunden Mittelweg.“ Fürth, meint die Stadtheimatpflegerin, sei schließlich „kein Freilandmuseum“. Sie will nun wegen des Schliemann-Gymnasiums rasch den Kontakt zum Landesamt für Denkmalpflege suchen. Alle müssten sich „rechtzeitig an einen Tisch setzen“. 

Damals ging es allerdings um den Umzug der Schule raus aus der Altstadt. Mit dem Areal um die Wolfsgrubermühle bliebe das Gymnasium nun in der Stadtmitte. Deshalb sollte die Entscheidung wirklich vom Votum der Schulfamilie abhängig gemacht werden. Spricht man sich für einen Neubau aus, dann geht es um den Erhalt der beiden denkmalgeschützten Gebäude Feuerwache und Schule. Eine Nutzungsänderung muss unbedingt mit allen Vertretern der Denkmalpflege frühzeitig erörtert werden. Beispiele, was passiert, wenn man das nicht tut, haben wir in der Stadt genügend.

 

Kein Denkmalschutz für das Gasthaus „Zu den Sieben Schwaben“

Fast ein Jahr ist es her, dass wir Stadtheimatpfleger den Vertreter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege (BLfD), Dr. Karl Gattinger, bei einem Ortstermin baten, die Denkmalwürdigkeit des Gasthauses „Zu den Sieben Schwaben“ in der Otto-Seeling-Promenade 20 zu prüfen.

Seine Antwort:… „Das in seinem historischen Erscheinungsbild und in seiner bauzeitlichen Wohnausstattung nur noch reduziert nachvollziehbare Miets- und Gasthaus des späten 19. Jahrhunderts erfüllt nicht die Voraussetzungen für ein Einzelbaudenkmal nach Art. 1 DSchG. Unter Zugrundelegung eines bayernweiten Maßstabes ist ein Nachtrag als Baudenkmal nicht zu begründen. Die – aus Sicht des BLfD durchaus erhaltenswerte – bemalte Holzdecke im Hauptgastraum der Gastwirtschaft reicht alleine nicht aus, um Denkmalwürdigkeit feststellen zu können…“

Diese Einschätzung teilen wir nicht und deshalb haben wir uns noch einmal an das BlfD gewandt:

Sehr geehrter Herr Generalkonservator Pfeil,
sehr geehrter Herr Dr. Gattinger,

ich darf Ihnen mitteilen, dass gestern in Sachen „Sieben Schwaben“ ein Pressegespräch stattgefunden hat. Dort haben wir unser großes Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass Ihr Haus nicht einmal bereit ist, wenigstens die Decke der Gaststätte unter Schutz zu stellen.

Wir sind der Meinung, dass das Landesamt einen eklatanten Fehler macht, wenn es exponierten Kostbarkeiten wie dieser Decke den Schutz verwehrt, und damit ihren Bewahrern auch die offizielle Anerkennung und Unterstützung.

Die Begründung mag fördertopf-taktischen Hintergründen gerecht werden, dem Denkmalschutz-Gedanken und Gesetz wird sie es nicht: Spricht doch schon Artikel 1 Absatz 2 des DSchG in seiner zweiten Alternative ausdrücklich auch von Bauwerksteilen: „Baudenkmäler sind bauliche Anlagen oder Teile davon aus vergangener Zeit“. Selbst „bewegliche Sachen können historische Ausstattungsstücke sein, wenn sie integrale Bestandteile einer historischen Raumkonzeption oder einer ihr gleichzusetzenden historisch abgeschlossenen Neuausstattung oder Umgestaltung sind“ so steht es imDenkmalschutzgesetz. Nicht aber eine ihrer künstlerischen Stilistik wie auch ihrer politischen, zeitgeschichtlichen Bedeutung nach exponierte Deckenmalerei?

Die Decke wird zwar als bemerkenswert wahrgenommen und als beispiel- wie sinnbildhaft für die Wirtshauskultur der Entstehungszeit eingebettet, doch fehlt dem Landesamt der Weitblick auf den verschwindend geringen Restbestand an Denkmälern aus diesem Themenbereich in der Stadt. Jener Stadt des Historismus, die für ihre Brauerei- und Wirtshauskultur weitläufig bekannt war, und das selbst im Klischee und Volksmund. Sprüche  wie „InFärdd, in Färdd, gibts viel Jud und viel Wärdd“ und „Wer nix is und wer nix wird …“ belegen das.

Auch jenseits davon ist die daraus zu ziehende Schlussfolgerung bedenklich: Weil das Treppenhaus im Zweiten Weltkrieg verloren ging, kann der dezimierte Rest des Schatzes auch noch weg? Das widerspricht jeder Logik, nicht nur am Sammlermarkt für Kunstschätze.

Wir möchten Sie daher herzlich bitten, die Ablehnung noch einmal zu überdenken.

Mit freundlichen Grüßen

Lothar Berthold      Felix Geismann      Karin Jungkunz

Wenn Sie auch der Meinung sind, dass zumindest die historische Decke geschützt werden soll, dann schreiben Sie uns. Vielleicht können wir gemeinsam die Behördenvertreter zu einem Umdenken bewegen!

 

Spurensuche – Berlin entdeckt einen Fürther Maler neu

Museum-Berlin_Kunst-in-Berlin_Benno-Berneis_Reiter_220x220Es beginnt mit diesem Bild auf einer Kunstpostkarte. Überreicht von einem Fürther, der seine dienstlichen Berlin-Aufenthalte gerne mit dem Besuch von Museen verbindet. Und es endet mit der Wiederentdeckung eines Künstlers, dessen Wurzeln in Fürth liegen: Benno Berneis (1883 – 1916).

Unter dem Titel „Späte Rückkehr“ präsentierte die Berlinischen Galerie erstmals seit knapp hundert Jahren wieder dessen Werke. Berneis war ein Weggefährte von Henri Matisse und Max Beckmann. „Der Maler, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts Berlin zu seiner künstlerischen Wirkungsstätte gewählt hatte, stellte dort mit den bedeutendsten Künstlern des Impressionismus und Expressionismus aus. Er galt der Kunstkritik seiner Zeit als hoffnungsvolles Talent und begann in Berlin, einen eigenen, künstlerischen Stil zu entwickeln“, heißt es im Begleittext zur Ausstellung, deren Grundlage eine private Schenkung ist.

Schon 1902 zieht Berneis zum Kunststudium nach München, 1905 nach Berlin. Dort hat er Kontakte zu den Kollegen Lovis Corinth und Max Slevogt. Er ist Teil des Vorstands der 1914 gegründeten „Freien Sezession“ um den Künstler Max Liebermann. Bereits damals zählte die Kunstkritik ihn „zu den Künstlern, die die schöpferische Phantasie spielen ließen und ihre Visionen mit der ehrlichsten Licht- und Farbenkunst durcharbeiteten“.

Umso tragischer ist für die Kunstwelt dann sein früher Kriegstod. Aus einem Nachruf: „Berneis´Schaffen schließt mit einer großen Frage an das Schicksal, schließt mit der Frage an die Zukunft…die nun keine Antwort mehr finden wird. Denn der Tod hat Berneis in der entscheidenden Stunde den Pinsel aus der Hand genommen…Er war im Begriff, Klarheit zu gewinnen über den Weg, den er zu gehen hatte.“

Begleitend zur Berliner Ausstellung ist dann auch eine Publikation erschienen, die an die Werke junger Künstler erinnert, die, wie Berneis, Opfer des Ersten Weltkrieges wurden. Sein Schicksal: Er wurde als Feldflieger im Alter von 33 Jahren abgeschossen und auf dem Soldatenfriedhof von Mont-Saint-Rémy in den Ardennen beigesetzt. So wie seine Künstlerkollegen Franz Marc und August Macke aus der „Blauer Reiter“-Bewegung hat er ein durch seinen Tod jäh abgebrochenes Werk hinterlassen. „Verglühte Träume“, die im Katalog anschaulich beschrieben werden.  Berneis war, wie so viele andere junge deutsche Juden, begeistert in den Ersten Weltkrieg gezogen, als Elitekämpfer und Flieger. Sein Name fand sich vor zwei Jahren auch in einer Ausstellung im Jüdischen Museum München, die unter dem Titel „Krieg! Juden zwischen den Fronten“ dieses patriotische Engagement von rund 100 000 jüdischen Soldaten im Ersten Weltkrieg schilderte.

Fast gleichzeitig zur Berliner Ausstellung hat sich auch ein Autor von „FürthWiki“ mit dem bisher kaum erforschten Leben von Benno Berneis befasst. Dort ist zu lesen, dass dieser am 9. Mai 1883 als Sohn des jüdischen Fabrikbesitzers Albert Berneis und seiner Frau Betty Berneis in Fürth geboren ist. Sein Vater hatte 1875 zusammen mit seinem Onkel Louis die Fürther Schuhfabrik B. Berneis gegründet, aus der 1892 die Vereinigten Fränkischen Schuhfabriken Berneis-Wessels mit Niederlassungen in Nürnberg und Herzogenaurach entstanden. Nach dem Besuch der Volksschule war Benno Berneis Schüler am Humanistischem Gymnasium in Fürth. Dort war er auch Mitglied der Schülerverbindung Abituria. 1890 verlegte die Familie ihren Wohnsitz nach Nürnberg.

Benno Berneis während seiner Militärdienstzeit 1901

Dass das Werk von Benno Berneis so lange in Vergessenheit geriet, hängt, so ein Hinweis
im Katalog, auch mit dem weiteren Verlauf der deutschen Geschichte zusammen: „Nach
dem Ende des Ersten Weltkriegs übernahm die Schwester von Berneis seinen Nachlass.
Sie war als junge Witwe eines französischen Malers gerade nach Deutschland
zurückgekehrt und musste zunächst vor allem den Neuanfang in ihrem Leben bewältigen.
Ab 1933 wurde sie als Jüdin von den Nationalsozialisten verfolgt und nahm sich unter
diesem Druck – nachdem ihre Flucht nach Japan nicht mehr geglückt war – 1942 das Leben.
Ihren Besitz und das Erbe ihres Bruders vertraute sie einem Freund an, der alles auf dem
Dachboden des Hauses bewahrte. Hier fiel das Erbe lange Jahre dem Vergessen anheim.
Die heutigen Nachkommen haben den Besitz dann der Berlinischen Galerie übergeben.

Im Moment sind die Werke dort leider nicht mehr in der Dauerausstellung. Aber die Schenkung und die Publikation haben ihn und sein künstlerisches Wirken aus dem Dornröschenschlaf geholt. Und die Fürther können stolz sein auf einen weiteren bedeutenden Sohn ihrer Stadt.